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Tatort Berlin 1933- Braune Bilderräuber im Fuchs-Bau - 4 Tage

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Termin:
16.03.2023 - 19.03.2023
Preis:
ab 959 € p.P.

Vor 90 Jahren war die Reichshauptstadt Berlin ein Hexenkessel. Die Nazis, denen die Macht am 30.1.1933 übertragen worden war, starteten bereits am 4.2.1933 mit Buchverboten. Am 27.2.1933 ging der Reichstag in Flammen auf und eine Verhaftungsaktion von prominenten Antifaschisten, Kommunisten, Sozialisten und Juden begann. Am Beispiel des in Göppingen geborenen und in Stuttgart aufgewachsenen Erfolgsautors Eduard Fuchs (1870-1940) wollen wir diese Zeit nachvollziehbar machen. Fuchs stand auf der Liste dieser Haftungswelle, aber seine Frau warnte ihn nach Hause zu kommen und eine Bekannte versteckte ihn in der Laubenkolonie „Schmargendorfer Alpen“. Am 1. März überquerte Fuchs dann die Schweizer Grenze. Bereits am 16. März erfolgte eine Razzia von 30 Mann, die seine Villa (Architekt: Mies van der Rohe) nach „Sozialistika“ durchsuchten und die gesamte Bibliothek von 10.000 Bänden abtransportierten. Von den aufwändig illustrierten 25 Fuchs’schen Bänden wurden 18 verboten und am 10.05. auch teilweise verbrannt. Am 25.09. wurde sein gesamtes Vermögen konfisziert, und sämtliche Kunstwerke der riesigen Sammlung (allein 25.000 Graphiken, die weltweit bedeutendste Sammlung von Honoré Daumier und eine sehr persönliche Kollektion von Arbeiten seines Freundes Max Slevogt) beschlagnahmt. Nur einen Tag später transportierte das Finanzamt Berlin-Zehlendorf, das einen Steuersteckbrief gegen Fuchs erlassen hatte, lastwagenweise Möbel und Kunstgegenstände ab.

1 Tag Anreise und Kaminvortrag im Literaturhaus
Am Nachmittag erreichen wir unser Hotel „John F.“ direkt hinter der Berliner Staatsoper. In Charlottenburg werden wir im Literaturhaus Fasanenhof empfangen. Dr. Ulrich Weitz wird Sie im Kaminzimmer mit einem bebilderten Vortrag über Eduard Fuchs und seine Sammlung ins Thema einführen. Im Wintergarten können wir dann gemeinsam Abendessen (fakultativ).


2 Tag Slevogt im Rokoko-Ambiente, Tierplastiken im Depot, Revolutionsdenkmal und Russlandreise
Heute besuchen Sie Orte, die Sie in keinem anderen Reiseprogramm finden. Im art’otel Mitte besuchen Sie das im 18. Jahrhundert zu einem Rokoko-Palast mit charakteristischen Wand- und Deckengemälden, Statuen und Reliefs verzierte Ermelerhaus. Dort fand Ende 1932 eine Slevogt-Ausstellung statt, in der ausschließlich Werke aus der Sammlung Fuchs zu sehen waren. Im Depot des Projekts „Stadtmuseum Berlin“ betrachten wir dann Tierkeramiken von Emil Pottner, die Fuchs besessen hatte. Im Mies van der Rohe Haus wird in der Ausstellung „Mies Monumente“ das Liebknecht-Luxemburg Denkmal gezeigt, das Fuchs initiiert hatte und zum Abschluss besuchen Sie das „Kleine Grosz Museum“ in einer schönen alten Tankstelle in Schöneberg. Abendessen im Restaurant Borchardt am Gendarmenmarkt (fakultativ).


3 Tag Sonderöffnung der Fuchs-Villa Zehlendorf, Mutter Fourage und Liebermann-Villa am Wannsee
Am Vormittag wird die „Villa Fuchs“, heute Ausbildungsstätte für behinderte Jugendliche, exklusiv für unsere Gruppe geöffnet. Mittagessen ist dann in der „Mutter Fourage“ (fakultativ) und wir besichtigen dort auch die Kunstgalerie. Zum Abschluss besuchen Sie die Liebermann-Villa am Wannsee. Für den Abend schlagen wir Jerry Hermans Musical „I am what I am / Ein Käfig voller Narren“ (1983) in der Komischen Oper vor (fakultativ).


4 Tag Humboldt Forum und Abreise
Nach dem Frühstück besuchen Sie das Humboldt Forum. Zunächst Einführung zur Baugeschichte: Vom Stadtschloss zum Palast der Republik - beide Gebäude wurden gesprengt und das Preußenschloss aufwändig rekonstruiert und mit täuschend echten Barockblenden verkleidet. Spannender sind jedoch die Musealen Sammlungen, wie die des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums. In einer Führung lernen Sie auch den kolonialen Kontext der Provenienzforschung kennen.

Unsere Leistungen:

  • Reiseleitung Dr. Ulrich Weitz
  •  Schlienz-Haustürservice
  •  Fahrt im komfortablen Fernreisebus
  • 3 x Übernachtung im Hotel „Arcotel John F.“ inkl. Frühstücksbuffet
  • Eintritte, Führungen, Vorträge und Stadtspaziergänge lt.
    Reiseprogramm
16.03.2023 - 19.03.2023 | 4 Tage
4* Hotel ARCOTEL John F
Details
  • Doppelzimmer (*Schnellbucher)
    959 €
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  • Doppelzimmer
    1039 €
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  • Einzelzimmer (*Schnellbucher)
    1149 €
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  • Einzelzimmer
    1229 €
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4* Hotel ARCOTEL John F

In den Berliner Kosmos eintauchen. Glamour, Macht, Freiheit - die Lobby erinnert ans goldene Amerika längst vergangener Zeiten. Das ausgefallene Berliner 4* Hotel ARCOTEL John F liegt im Botschaftsviertel der Hauptstadt. Ausgesucht wie die Lage ist auch das Interieur. Bilder der namensgebenden Politiker-Legende führen durch das Haus. Es gleicht der vordersten Loge eines Theaters mit direktem Blick auf das Geschehen: Staatsbesuche am Auswärtigen Amt und die beeindruckende Fassade der Friedrichswerderschen Kirche.
Ankommen, entspannen, auftanken -ein Raum, der erdet. Doppelbett, Bad mit Dusche oder Wanne und Schaukelstuhl, weich gepolstert, als Hommage an John F. Kennedy.

Bei allen Reisen garantieren wir die Durchführung sobald 20 Gäste gebucht sind. Andernfalls behalten wir uns vor, die Reise bis spätestens 21 Tage vor Abreise (Mehrtagesreise) bzw. 3 Tage vor Abreise (Tagesreise) abzusagen.